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Agenda 21 in München
München auf dem
Weg zur Nachhaltigkeit
1992 waren in Rio de Janeiro ca. 30.000 Teilnehmer aus 180 Staaten zur
Weltgipfelkonferenz der Vereinten Nationen zusammen gekommen, um Beschlüsse
zu fassen wie die Herausforderungen im 21. Jahrhundert in gemeinsamer
Verantwortung gelöst werden können. Aufgestellt wurde neben
anderen Umweltprogrammen eine „Globale
Agenda 21“, in der „das zu tuende“ auf dem Gebiet
Umwelt und Entwicklung in 40 Kapiteln beschrieben wird.
Globale Handlungsvorschläge
Es wurde davon ausgegangen, dass alle Menschen ein gleiches Recht auf
Entwicklung zusteht und das innerhalb dieser Entwicklung der Schutz der
Natur weltweit zu einem integrierten Bestandteil werden muss. Erstmals
wurde die Bedeutung der Ursachen für die Umweltzerstörung benannt
(d.h. Bevölkerungswachstum, steigender Konsum, Folgen von Technologien)
sowie die Notwendigkeit einer wirksamen Umweltgesetzgebung.
Die Handlungsfelder
Die Handlungsfelder enthalten soziale und wirtschaftliche Dimensionen
wie auch Themen zur Behandlung und Erhaltung von Ressourcen. Die Rolle
wichtiger Gruppen (Frauen, Kinder und Jugendliche, eingeborene Bevölkerungsgruppen,
nichtstaatliche Organisationen, Bauern, Wissenschaft und Technik, Gewerkschaften
usw.) wurde angesprochen und Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Agenda 21 als Handlungsprogramm auch
für Kommunen
Im Kapitel 28 werden spezifisch die Kommunen aufgefordert, im Sinne einer
„Zukunftsbeständigkeit“ eine eigene lokale Agenda aufzustellen
und das in Zusammenarbeit mit Bürgern und Bürgergruppen im Rahmen
eines gesellschaftlichen Konsultationsprozesses.
176 Nationen unterzeichneten das Handlungsprogramm.
Da von München auch eine kleine Delegation anwesend war, dauerte
es nicht lange bis zum Beginn des Lokale-Agenda-21-Prozesses in München.
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